Als Mann ist mein cineastisches Humorlevel ja generell etwas ebenerdiger angesetzt, sprich: mit Verve erzeugte Flatulenzen oder ein lustiger Sturz, und schon rolle ich japsend übers Laminat.

Das sind zunächst natürlich optimale Voraussetzungen, um dem unlängst angelaufenen halbbiografischen Sido-Kinofilm “Blutzbrüdaz” einiges an Kurzweil abzutrotzen.

Generell ist die Welt des HipHops eine fremde für mich, und die dort üblichen Inszenierungen, Rituale und szeneprägenden Stereotypen finde ich höchstgradig lächerlich. “Unterschichten-Musik”, fertig, weg.

Im Gegensatz zum doch eher stumpfen Bushido fand ich Sido aber von jeher recht erfrischend, wenngleich mir sein musikalischer Output nach wie vor komplett am Arsch vorbeigeht. 

Diese ungefilterte Mischung aus Berliner Mutterwitz und (für mich) überraschender Undoofheit, mit der er völlig unbeeindruckt von Situation und Gegenüber durch die deutsche Medienlandschaft stolpert, erheitert mich zutiefst. Na gut, wahrscheinlich tragen ein bis zwei stramme Tütchen am Tag wesentlich zu seiner Coolness bei.

Wie auch immer, jedenfalls gibts jetzt einen Film mit und über ihn, und heute abend werde ich ihn sehen. Der Regisseur und einige andere Beteiligte werden auch da sein, und hoffentlich nicht mit Anekdoten vom Dreh hinterm Berg halten.

Der Trailer ist jedenfalls schon mal der Kracher.

http://www.youtube.com/watch?v=ni1AEBKX-dk

  1. von dersilvereisen gepostet