Heute bin ich irgendwie unterschwellig genervt. Erstmal hab ich den Nachtschlaf unabsichtlich etwas ausgedehnt, was ja schon mal suboptimal für einen geruhsamen Start in den Tag ist.

Und dann türmen sich hier irgendwie auch ausschließlich doofe und lästige Aufgaben auf meinem Tisch, die sich scheinbar mit jeden Outlook-Plopp vermehren.

Nun überlege ich ernsthaft, meine eMail-Signatur in “Bitte lecken Sie mich doch einfach ausgiebig am Arsch!” zu ändern, und einmal den kompletten Verteiler zu bedienen.

Aber andererseits, so geil scheint diese Hartz IV-Sache ja auch nicht zu sein. Das lass ich also mal lieber sein. Allein, der Hass tobt nach wie vor in meinem gestählten Leib!

Was tun?! Zum Glück habe ich das beste Album der Gallows auf meinem multifunktionalen Telefon. Das hilft immer. Ehrlich, kein Scheiß!

Nicht direkt der optimale Soundtrack zum gemeinsamen Scrabble beim Pärchenabend oder für den Klammerblues in Vatis Partykeller, aber es gibt nix besseres, wenn Du kurz vorm Amok stehst!

Die Gallows sind ohne jeden Zweifel die rüdeste, böseste und aggressivste Punkband des Planeten.

Da ist nix mit Konsens, Versöhnung mit dem Establishment oder gefakter Rebellen-Attitüde. Die wollen alles kaputtmachen und die qualmenden Ruinen dann noch 6 Meter ins Erdreich hämmern.

Und genau so muss Punk auch sein. Vergesst mal bitte ganz schnell diese ganzen anderen Kasper mit ihrer albernen Tough Guy-Attitüde. Alles Bullshit vom Reißbrett, voll konstruierter Posen, lächerlicher, ekliger Plastikschrott.

Kredibilität gibts nicht beim Tätowierer, und Punk entsteht nicht in der Half-Pipe in Kalifornien, der kommt aus einer abgeranzten Sozialsiedlung im Norden Londons.

Und weil ich weiß, dass Ihr auch alle solche Tage wie den von mir eingangs geschilderten kennt, solltet Ihr Euch ebenfalls auf schnellstem Weg “Grey Britain”, das zweite und letzte Gallows-Album mit dem alten Sänger Frank Carter, zulegen.

Diese Musik kann diverse Dinge retten. Vor allem die Nasenbeine Eurer Vorgesetzten!

  1. von dersilvereisen gepostet